Der lineare Workflow in 3ds Max mit VRay

Anhand von kleinen, anschaulichen Animationen wird hier der LWF im Allgemeinen und in der Anwendung mit VRay erläutert.
Linearer Workflow mit VRay und 3ds Max.

Dateiformate & Datenkompression

Da beim Arbeiten mit 16 oder 32 Bit float schnell große Datenmengen anfallen, folgt hier eine Übersicht zu Dateigrößen der einzelnen Formate. Untersucht wurden ausschließlich verlustlose Kompressionsverfahren.



Alle Werte sind in Byte angegeben und nach Größe sortiert. Die Werte hängen stark vom zu komprimierenden Bildinhalt ab. Für den Test wurde folgendes, besonders komplexes Bild (Grain) verwendet.

Testbild: Macbeth Color Checker mit Grain. (Original 1280*960)

Weitere Erläuterungen zu den einzelnen Formaten und unterschiedlichen Kompressionsverfahren sind im Buch aufgeführt.

Lineare Kameradaten / RAW *update

Professionelle digitale Filmkameras, wie ARRIFLEX D21 oder RED ONE, speichern die auf den Sensor treffenden Bildhelligkeiten in einem sog. RAW-Format ab. Die gespeicherten RAW-Files einer Kamera sollten nicht als Bilder, sondern vielmehr als Daten betrachtet werden, auf deren visuelle Reproduktion noch Einfluss genommen werden kann.

Die Daten der RAW-Files enthalten keinerlei Gammaverzerrung.

Im Vergleich dazu speichern tapebasierte Consumer oder Prosumer Kameras (miniDV, DVCam, DigiBeta oder D-SLRs wie die 5D oder 7D) komplette Bilder, die für die korrekte Darstellung am Monitor gammakorrigiert sind.

Virtuelle Beleuchtung im linearen Workflow

Nachfolgend werden die Auswirkungen des linaren Workflows auf die virtuelle Beleuchtung betrachtet. Als Referenz dient folgendes Foto, das den Ball in heller Umgebung zeigt, um die Aufhellung seines Schattens durch die indirekte Beleuchtung deutlich zu machen.

Reale Aufnahme.

Die Szene wurde in Maya mit den gemessenen Lichtparametern nachgestellt und gerendert. Das Augenmerk liegt nicht auf realistischem Modelling und Texturierung, sonder auf der Lichtstimmung und Schatten.

Um die Ergebnisse nicht zu verfälschen und den Gesamteindruck der Beleuchtung besser abzubilden, wird kein Compositing, sondern ausschließlich ein 3D-Rendering betrachtet.

Rendering der Szene im linearen Workflow.

Im nonlinearen Workflow sieht das Ergebnis mit denselben Settings folgendermaßen aus:

Rendering der Szene im nonlinearen Workflow.

Fazit: Das Rendering im linearen Workflow bildet die reale Lichtstimmung besser nach. Besonders im Bereich der Schatten wirkt das nonlineare Rendering zu dunkel.